Knieschmerzen, was hilft Wärme oder Kälte?

Das Knie kann man als das störungsanfälligste Gelenk im menschlichen Körper bezeichnen. Bei Schmerzen, Schwellungen, Versteifungen und Muskelverspannungen im Knie, kann man von einer Gelenksentzündung, auch Arthritis genannt, oder einer degenerativen Gelenkserkrankung, einer Arthrose sprechen.

Knieschmerzen loswerden

Kalte Hilfe bei Knieschmerzen

Es gibt eine einfache Faustregel bei der Frage: Was hilft bei Knieschmerzen Wärme oder Kälte? Bei akuten Entzündungen hilft Kälte, Wärme hilft bei chronischen Beschwerden. Wärme- und Kälteehandlungen sollen vor allen Dingen Schmerzen schnell lindern. Was die Faustregel aber besagt, ist nicht unbedingt ein Muss, manchmal ist das Gegenteil wirksamer.

Bei Kälteanwendungen verlangsamt sich jeder Prozess im Körper. Die Energie von entzündungsfördernden Botenstoffen wird minimiert, da aus den verengten Blutgefäßen weniger Flüssigkeit in das Gewebe übertritt. Dadurch empfindet man die Schmerzen als geringer, weil dabei auch das Nervensystem mit heruntergekühlt wird.

Kälte hilft beispielsweise bei Verschleißerkrankungen der Gelenke, nach Verletzungen oder Sportverletzungen der Bänder, Gelenke und Muskeln, als auch bei Beschwerden nach Operationen. Die Anwendung wird meistens lokal begrenzt, kann aber regional ausgedehnt oder über den ganzen Körper verteilt werden.

Kälte ist nicht sinnvoll, bei empfindlichen Reaktionen auf Kälte, Durchblutungsstörungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße und bei offenen Verletzungen. Kälte kann als Spray, Kaltkompressen, Kältekammer, Eistauchbad oder nach Kneipp eiskalte Wickel verabreicht werden. Kälte sollte nie direkt aus dem Kühler auf die Haut verbracht werden, da es sonst zu Unterkühlungen kommen kann. Auch bei zu starker Kühlung, steigt die Durchblutung verstärkt an und der Schmerz wird stärker.

Wärme macht munter

Wärme bringt den Organismus auf Trab. Es werden alle wichtigen Transportsysteme schneller. Beispielsweise kommen Antikörper des Immunsystems schneller an ihren Einsatzort, außerdem werden Abfallprodukte des Stoffwechsels schneller aus dem Körper befördert. Darüber hinaus werden ebenso schmerzauslösende Signalstoffe zügiger abtransportiert, was die Schmerzempfindlichkeit herabsetzt.

Wärme kann angewandt werden bei Abnutzungserscheinungen wie bei einer Arthrose und bei chronischen Entzündungen der Gelenke. Die Anwendung kann örtlich erfolgen (z.B. als Fangopackung) oder über den ganzen Körper verteilt. Wärme hilft allerdings nichts, wenn es sich um akute Schübe von entzündlichen Gelenkerkrankungen handelt, bei chronischen Atembeschwerden, akuten Infekten mit hohem Fieber.

Wärmevarianten sind Infrarot oder Ultraschall, Torf-, Moor-, Fango- und Schlamm-Packungen. Stark beruhigend auf erkrankte Gelenke, Sehnen und Muskeln wirkt sich die Heublumentherapie als Bad oder als Packung aus. Das sind nur einige wenige Varianten für eine Wärmeanwendung. Salben und Pflaster mit gefäßerweiterndem Charakter dagegen, schränken die Bewegung nicht ein und können deshalb auch während der Arbeitszeit angewandt werden.

Fazit

Die Anwendung von Kälter oder Wärme bei Knieschmerzen kann zu einer vorübergehenden Linderung der Schmerzen und der Steifigkeit führen. Sollten die Schmerzen schlimmer werden, so hilft oft nur noch der Gang zum Arzt.

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